Der erste Billardladen in Garmisch-Partenkirchen fand sich ca. Ende 60er/Anfang 70er in der St.-Martin-Straße. Im linken Nebengebäude des Unterhaltungskomplexes des "Alpine Theaters" konnte man auf mehreren Tischen Billard spielen. Diese Einrichtung war allerdings den Besatzungstruppen der U.S.-Streitkräfte und deren Angehörigen vorbehalten. Einheimische konnten dort nur auf Einladung und in Begleitung spielen.


In den 70er öffnete dann der "Billard-Salon" in der Klammstraße seine Pforten und stellte für nahezu vier Jahrzehnte das Zentrum des Billards in der Region dar. Zwei eingetragene Vereine wurden dort gegründet und spielten dort im offiziellen Ligabetrieb. 

Zuerst war das Angebot gemischt und man konnte hier sowohl Poolbillard als auch Karambolage spielen. Mit der Zeit lies das Interesse nach Karambolage aber nach und die fünf kleinen Tische wichen drei 9-Fuß-Pooltischen. 

Bis 2009 stellte der Salon, dessen Betreiberin und ihr Personal das Herz des Sports in der Gegend dar. Die Schließung stürzte Billard in eine tiefe Krise, die drohte den Billardsport in Garmisch-Partenkirchen aussterben zu lassen. Um dieses Schicksal zu verhindern, wurden 2011 die Pool-Dragons gegründet.


In den 80ern wurde im "Gelben Haus" am Bahnhofsplatz eine "Billard Akademie" gegründet, welche sich allerdings nicht lange hielt.

Ihr folgte das "Fun Dome", nur einen Stockwerk tiefer. Hier fand sich sogar ein Snookertisch, der einzige in der Region. Das "Fun Dome" wechselte über die Jahrzehnte regelmäßig Namen, Betreiber und Angebot. Zeitweise fand sich dort auch ein Karambolage-Tisch, so dass einmalig in der Ortsgeschichte alle drei Spielarten unter einem Dach vereint waren.

Zwischen 2009 und 2011 bildete das "Fun Dome" die Heimat des "Billardclub Dragon", dem Vorläufer des BV Pool-Dragons. Auch diesem diente es bis Herbst 2012 als Heimspielort und Trainingsstätte.

2013 schloss das "Fun Dome" endgültig seine Pforten. Ein Nachfolger setzt die Tradition, Billard als Freizeitvergnügen anzubieten, wieder einen Stockwerk tiefer, allerdings fort.


In den 60ern und 90ern wurde durch die Kinofilme "Haie der Großstadt" und "Die Farbe des Geldes" ein Boom ausgelöst, der auch in Garmisch-Partenkirchen einige Billardtische in Kneipen und Hinterzimmer brachte. Dort wurde des öfteren den Filmen nachgeeifert und um Geldbeträge gezockt. Berühmt berüchtigt waren dort die Runden im "Bayerischen Hof", im "Surprise" oder zuletzt im "Jamesons".