Das große FINALE

 

Spannender kann ein Saisonfinale nicht sein. Zwei Mannschaften spielen im Fernduell um Titel und Aufstieg.

Jeder Ball zählt, bereits ein Fehler kann entscheidend sein.
Eine der Mannschaften ist das Rack Pack, die 2. Auswahl des BV Pool-Dragons, aktuell Tabellenführer und dennoch nicht Favorit auf den Titel.

Wie kann das sein?

 

Spannende Tabellensituation

Favorit ist der Tabellenzweite, der BSV München V. Dieser Widerspruch erklärt sich durch die Tabellensituation. Die beiden Teams stehen punktgleich auf den obersten Rängen. Das Rack Pack führt hierbei in zweitwichtigsten Kategorie, der Differenz gewonnener zu verlorener Partien. Hier ist der Vorsprung jedoch minimal, nämlich +2. In der nächsten Kategorie, dem direkten Vergleich, haben die Dragons das Nachsehen. Zweimal trafen sich die Teams, einmal spielten sie unentschieden, einmal unterlagen die Garmischer mit 4:6.
Pro Spieltag werden zehn Partien gespielt. Wollen die Münchner den Titel, müssen sie ein Spiel mehr als das Rack Pack gewinnen. Spielt Garmisch 3:7, braucht München 4:6 usw. Welche Mannschaft mehr Punkte holt, wird also über den Aufstieg entscheiden. Nur bei einem 10:0 für Garmisch, ist das Ergebnis der Münchner Makulatur.
Zwar haben die Dragons hier einen theoretischen Vorteil, die Tabelle bereitet ihnen aber zwei Probleme.

Problem 1: Die Gegner

Beide Teams genießen Heimvorteil, hier dürfte kein Vor- oder Nachteil entstehen. Bei der Thematik wer zu Gast kommt, möglicherweise schon. Auf dem Papier haben die Dragons den Vorteil. Mit den Pool Brothers III haben sie den abgeschlagenen Tabellenvierten vor der Brust, während der BSV München gegen den Dritten ran muss. Allerdings erzählt die Tabelle nicht die ganze Geschichte.
Die Brothers werden immer besser und gewinnen in der Rückrunde mehr Partien, als sie verlieren. Die Aufstellung ist nahezu immer die gleiche und drei ihrer Spieler finden sich in den Top 10 der Einzelwertung. Anders München-West. Nach dem 8. Spieltag standen die Germeringer auf Platz eins, holten seitdem nur drei von sieben möglichen Punkten. Auch die Aufstellung ist eine Wundertüte. Bisher standen zehn verschiedene Spieler für das Team an der Platte, doppelt so viele wie bei den anderen drei Mannschaften. Das spielerische Niveau schwankt hier zwischen Landesliga und Kreisklasse.
Stellt sich die Frage: Welches München-West wird am letzten Spieltag auflaufen? Angesichts des Saisonverlaufs und dem Umstand, dass es für die Truppe nichts mehr zu gewinnen gibt, darf sich das Rack Pack keine großen Hoffnungen machen.
Es steht zu befürchten, dass die Dragons härter für ihre Siege arbeiten werden müssen. Und hier offenbart sich auch das zweite Problem.

Problem 2: Das Personal

Beide Mannschaften sind sich, auf das Personal bezogen, sehr ähnlich. Das Pack hat mit Istvan Professor Pataki einen dominanten Spieler, beim BSV ist das Christian Schmidt. Beide haben in dieser Saison jeweils nur ein Einzel verloren.
Betrachtet man die Gewinnquoten nehmen sich die beiden Titelaspiranten nicht viel:

Istvan Professor Pataki 86 % - 93% Christian Schmidt
Goran Die Nase Isakovic 74 % - 71 % Brendan Fernell
Simon The Body Knapp 61 % - 47 % Simon Shearer
Martin Fich Martin 47 % - 44 % Sven Behringer
Patrick The Mechanic Teitscheid 45 % - 42 % Timo Sporwien

Würden beide Mannschaften entsprechend ihrer Quote spielen, käme statistisch bei beiden Teams ein 7:3 heraus.

Damit wäre das Rack Pack Meister der Kreisliga Oberbayern-Süd.
Aber auch hier ist die Realität weit weg vom Papier. Pataki fehlt am letzten Spieltag aus privaten Gründen.

Damit fällt das zu erwartende Ergebnis auf 6:4, was den BSV zum Meister machen würde.
Freilich nur Zahlenspiele und keine Vorwegnahme des Ergebnisses. Aber dennoch werden die Dragons den Wegfall ihres Mannschaftsführers spüren. Der Professor ist nicht nur der verlässlichste Punktesammler der Truppe, sondern auch deren Rückgrat. Mit dem größten Erfahrungsschatz, strahlt der ehemalige Landesligist eine Sicherheit und Ruhe aus, die insbesondere auf die unerfahrenen Mitglieder des Teams ausstrahlt. Gerade bei diesem Endspiel wird dem Pack seine Präsenz fehlen.
Seine Führungsqualitäten sollten hingegen nicht allzu sehr vermisst werden. Dazu ist das Team inzwischen zu gut aufeinander eingespielt - ein Resultat, das man Pataki hingegen sehr wohl zuschreiben kann. 15 Monate gemeinsames Training, zusätzliche Duelle mit anderen Teams und Wettbewerbe haben das Rack Pack zu einer Einheit zusammengeschweißt. Während viele Mannschaften noch immer Probleme mit den Doppeln haben, haben die Dragons diese Disziplin zu einer ihrer Stärken gemacht.

60 % Gewinnquote sind beachtlich, die Tendenz steigend.
Für die taktischen Entscheidungen zeichnet sich am Spieltag Goran Isakovic verantwortlich. Er übernimmt damit noch einmal die Rolle des Mannschaftsführers der Zweiten, die er bereits von 2012 bis 2016 inne hatte. 2015 führte er die Dragons II bereits zum Titel, der Aufgabe dürfte er also gewachsen sein. Ob er spielerisch in der Verfassung ist, steht hingegen auf einem anderen Blatt. Die gesamte Spielzeit hat der Veteran mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die Mannschaft wird darauf angewiesen sein, dass er am Spieltag fit ist.
Verlassen können sich die Jungs auf das Duo Martin Martin/Simon Knapp. Im Doppel sind die beiden eine Bastion und auch in den Einzeln verlässliche Punktesammler. Besonders Knapp spielt eine sehr gute Saison. Nach Pataki hat er die meisten Partien für das Team geholt und belegt im Ranking einen starken fünften Platz. Martin, der noch unter dem Namen Fischer firmiert, hat eine durchwachsene Saison hinter sich und liegt mit einer Gewinnquote von 47 % deutlich hinter den Erwartungen zurück. Allerdings hat er bereits in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er unter Druck am besten funktioniert und besonders dann abruft, zu was er am Billardtisch fähig ist.
Steigern müssen wird sich Youngster Patrick Teitscheid. Während dieser im Doppel immer wieder zeigt, welches Potential in ihm steckt, bricht er in den Einzeln noch regelmäßig ein. Kann er sich steigern, hat das Rack Pack gute Chancen.

Endspiel in der Drachenhöhle

Im September begann die Saison, die nun ihren Höhepunkt erreicht. Weil endlich eine Entscheidung fällt. Zwei Mannschaften haben sich die Chancen auf den Titel bis zum Schluss bewahrt. Eine davon ist das Rack Pack, die 2. Mannschaft der Pool-Dragons. Obwohl auf dem Papier leichter Favorit, spricht einiges gegen den Tabellenführer.
Gegen die Pool Brothers aus München muss hoch gewonnen werden. Möglichst alle zehn Partien. Eine schwere Aufgabe, doch das Rack Pack wird sich dieser entschlossen stellen.
Go Dragons!

Gespielt wird am 27.5. ab 14 Uhr im Vereinsheim des BV Pool-Dragons Garmisch-Partenkirchen e.V. im Handwerkerhof neben der Bayernhalle.
Zuschauer sind herzlich willkommen.

Hinweis für alle Zuschauer:

Der Verein und die Spieler freuen sich über ihren Besuch und die Gelegenheit ihnen die spannenden Seiten unseres Sports zu zeigen. Und über jede Art der Unterstützung für das Team freuen wir uns auch!
Allerdings erfordert das Spiel höchste Konzentration und die Spieler stehen an diesem Tag unter großem Druck.

Wir bitten die Zuschauer deshalb, darauf zu achten sich ruhig zu verhalten, während ein Spieler (egal welches Teams) einen Stoß ausführt. Es werden Vereinsvertreter anwesend sein, die nicht am Spiel teilnehmen. Diese stehen mit Rat und Tat gerne zur Verfügung. Die Spieler sind während der Partie i.d.R. dankbar wenn sie ihre Ruhe haben.
Die Spieler wärmen sich ab ca. 13 Uhr auf. Ab da und bis zum Ende des Spieltags sind die Billardtische ausschließlich für den Spielbetrieb reserviert.